Schamanische Ausbildung - Neue Weg gehen um mich zu Erinnern

Elemente Ritual

Ich möchte endlich wieder mehr schreiben, weil es zu meinem Leben gehört und ein Teil von mir ist und immer war. Leider ist es die letzten Jahre etwas verloren gegangen und meist hab ich das Schreiben auch als Therapie verwendet in Phasen in denen ich in den Tälern unterwegs war, den Krisenzeiten, die wir alle kennen.
Mir ist aber in den letzten Wochen bewusst geworden, wie wichtig das Schreiben für mich immer war und eigentlich noch immer ist. Denn es ist eine Form mich auszudrücken, mich authentisch und verletzlich zu zeigen und auch (was immer wieder unbewusst geschehen ist) bekannte und fremde Menschen zu inspirieren und zu motivieren.

Bereits mit ca. 10 Jahren entschied ich mich mit Sprache, mit dem Schreiben zu arbeiten. Zuerst war es das Tagebuchschreiben, dann Gedichte, Lieder, dann wuchs in mir der Wunsch Schriftstellerin zu werden, oder gar Journalistin. Also verfolgte ich diesen Weg jahrelang und begann mit 19 Jahren Journalismus zu studieren. Nur die Fachrichtung, die ich damals wählte, war sehr vom damaligen Zeitgeist – der Mode – geprägt. Denn ich entschied mich Modejournalismus zu studieren und zog auch die drei Jahre Studium bis zum Abschluss durch. Währenddessen merkte ich aber immer mehr, dass ich mich in der falschen Branche befand und andere Ideen und Werte besaßen als die Menschen um mich herum. Trotzdem habe ich viel gelernt, über mich, Menschen, über Bereiche wie PR, Marketing und Grafikdesign. Und auch einiges mehr, was mir seit Jahren sehr viel nützt. Jedoch ging ich nach dem Studium einen vollkommen anderen Weg und entschied mich – nach einem kurzen Abstecher in der Eventagentur – eine Konditorei aufzumachen. Denn ich wollte gern Kuchen backen und Pralinen zaubern, wie in „Chocolate“ und anderen tollen Filmen, die es damals seltsamer Weise viele gab.

Was soll ich sagen, ich hab es getan: Drei Jahre hatte ich meine eigene kleine Konditorei mit ein paar Angestellten, einem Marktstand auf einem Wochenmarkt, hab Hotels und Café mit Kuchen beliefert und zuletzt viele wundervolle Hochzeitstorten herstellen dürfen. Aber der Traum platzte recht bald, denn mit den Knebelkonditionen meines alten Studentenkredites und meinem nicht-vorhandenen Wissen über Liquidität und Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens bin ich ganz schön baden gegangen. Letztendlich hab ich meine kleine Firma schließen müssen, hab meine Mitarbeiter entlassen und bin mit einem Sack aus 42.000 Euro Schulden in ein tiefes Loch gefallen. Meine Identität war weg. Mein Traum, meine Idee vom Glück, der Arbeitswelt, alles wofür ich drei Jahre, mehr als 60 Stunden pro Woche gearbeitet hatte, war aus. Wie ich aus diesem Tal wieder rausgekommen bin? Mit zwei Nebenjobs, einem unterstützenden Partner an meiner Seite und helfenden Freunden und mir. Meine Kraft und auch die Unterstützung einer tollen Frau, die sich auf Liquiditätsmanagement spezialisiert hatte, half mir die Wahrheit, die Zahlen zu sehen und einen Plan zu machen. Die Schuldnerberatung fand meine Idee Privatinsolvenz anzumelden nicht besonders sinnvoll und motivierte mich, mit meinem Grips und meiner Jugend (ich war damals 26) einen anderen Weg zu finden. Und das wollte ich auch. Denn ich wollte jeden Cent, den ich mir geliehen hatte bei Familie und Freunden auch wieder zurückzahlen. Und das hab ich geschafft.

Warum erzähle ich dir/euch das? Was hat das mit HippieSoul und der Schamanischen Ausbildung zu tun, die im Titel ankündige?

Alles, denn es ist mein Leben. Und es gibt noch viel mehr zu erzählen, denn es war bereits sehr bunt und vielfältig und geprägt von diversen Höhen und sehr tiefen Tälern. Ich bin nun 32 Jahre alt und manchmal hab ich das Gefühl schon 3 oder 4 Leben gelebt zu haben, in diesem. Ich habe schon so viel gelernt, hab in zig verschiedenen Branchen gearbeitet, viele verschiedene Menschen kennengelernt und mich dabei immer mehr kennengelernt. Doch seit ich ein Kind habe, ist vieles anderes geworden und ich bin in eine neue Welt eingetaucht. Ich meine nicht, die Welt von Windeln und Co., sondern die der Intuition, der weiblichen Kraft, der Kraft des Heilens, der Pflanzen und Tiere und vor allem wieder in eine neue Selbständigkeit mit meinem Mann zusammen, was ganz großartig ist.

Ab und an hab ich mich dafür geschämt so einen unregelmäßigen Lebenslauf zu haben. Ich frage mich, was die Menschen denken, wenn sie davon erfahren. Halten sie mich für unstet, wirr, unentschlossen oder gar ziellos? Aber wer mich kennt, dass ich nichts von all dem bin. Aber das Nachdenken, über die Gedanken anderer ist ein großes Thema für mich, das ich bearbeiten und loslassen will und muss um endlich frei zu sein und loslegen zu können.
Seit etwas über einem Jahr erhalte ich mehr oder weniger eindeutige Hinweise, dass sich ein großer Wandel ankündigen wird, dass ich Fähigkeiten und Talente in mir habe, die über das „Normale“ hinaus gehen und alles auf den Kopf stellen werden. Meine Raunächte sagten mir das zweimal!, meine Träume, Menschen, die ich traf und zuletzt eine Frau, die ich „nur“ für eine Homöopathin hielt, aber auch medial arbeitet und mir von Dingen erzählte, die mich ins tiefste Mark erschütterten.

Ich rief sie, weil mein geliebter Kater krank war und ich „nicht-schulmedizinische“ Hilfe suchte, denn seine Partnerin starb von einem halben Jahr und der klassische Tierarzt konnte ihr nicht helfen. Daher wählte ich nun einen neuen Weg beschreiten.
Als sie vorbeikam, hatte ich den ganzen Tag ein mulmiges Gefühl und hatte wenige Stunden vor ihrem Besuch eine Panikattacke oder ähnliches, weil ich wusste, dass sie mir etwas Wichtiges sagen würde, aber ich dachte ich wäre schuldig an der Krankheit des Katers (weil ich eine neue Katze adoptiert hatte, die leider sehr krank war und ihn angesteckt hatte). Oder weil ich meiner Katze im vergangenen Sommer nicht beistehen und helfen konnte. Aber es sollte noch viel krasser kommen.
Sie erzählte mir, dass meine verstorbene Katze sehr präsent sei, weil sie mir dringend noch etwas sagen müsse. Ich war total geschockt aber offen, zu hören, was es war. Sie teilte mir mit, dass ich nicht genug auf mich achten würde und endlich die Kräfte und Fähigkeiten leben sollte, die ich in mir trage. Denn das was ich kann, wird gebraucht auf dieser Welt und zwar jetzt. Ich solle keine Angst mehr davor haben, endlich loszulegen und dass ihre Seele wiederkommen wird und ich sie erkennen werde. Dabei begann ich bereits in Tränen auszubrechen und immer nur zu Nicken, denn diese Hinweise dahingehend, habe ich lange ignoriert. Aber dann wurde es noch krasser, weil sie eine Frau erwähnte, die aus meiner weiblichen Ahnenreihe kommt und mir auch noch etwas zu sagen hätte. Dabei brach ich vollkommen in mich zusammen. Denn diese Frau hatte ich ca. 2 Monate zuvor in einer Meditation gesehen, in der es um Ahnen ging. Und sie war mir sehr sympathisch und doch wusste ich, dass sie damals eher ein schwarzes Schaf war und sie niemand ernst genommen hat bzw. sie froh war, endlich gesehen zu werden. Genau diese Frau sprach ähnliche Worte wie meine verstorbene Katze Lisa. Ich solle keine Angst mehr haben und meine Kräfte leben, sie wäre da um mich zu begleiten und mich zu beschützen. Mir könne nichts passiere. Die Welt an sich könne mir nichts anhaben bei der Umsetzung meiner Aufgaben und Kräfte. Sie wäre jetzt da und ist bereit meinen Weg mit mir zu gehen.

Die Homöopathin sprach noch viele Sätze darüber, dass es übermenschliche Kräfte wären, diese aber nicht besser wären, sondern eben notwendig und ich solle nicht mehr so tun, als ob ich „normal“ wäre, denn das bin ich nicht. Ich sollte eine Ausbildung beginnen, die mir hilft mich zu erinnern, damit ich dahin komme, wo ich hingehöre. Und ich soll aufhören zu glauben, dass es von außen passieren wird. Ich muss wieder den Mut finden die Schritte selbst zugehen und endlich losgehen. Die Arbeit, die wir mit den Kindern machen, ist richtig. Und wir müssen sie machen, denn wir setzen Samen in den Kindern, damit sie sich zurückbesinnen auf die Natur und ihre Naturverbindung. Das wiederrum geben sie an ihre Eltern weiter und damit können wir alle anfangen unsere Handlungen zu reflektieren und uns Unserer bewusst zu machen und etwas ändern.
Außerdem sagte sie mir noch, dass mein Mann Tom und ich zwei Seelenpartner wären und wie schon so oft zusammen auf dieser Welt waren und beide zusammen wichtig wären. Weil ich die Angst äußerte, ob er diesen Weg des Erinnerns, dieses spirituellen Weg mit mir gehen wird oder er mich doch irgendwann für durchgeknallt erklären würde? „Nein“, sagte sie ganz entschieden. „Er ist dafür da, dich zu unterstützen, damit du dich erinnerst, damit du ihm helfen kannst, damit er sich wieder erinnert.“

Dieser Satz treibt mir jedes Mal, wenn ich ihn ausspreche Gänsehaut über meinen ganzen Körper und selbst beim Schreiben wird mir die Kraft und Wahrheit darin bewusst.
Sie fragte mich, ob ich in einer schamanischen Ausbildung sei. Ich antwortete mit nein. Ob ich jemanden kennen würde, der so etwas macht. „Ja“, sagte ich, „Sian, bei ihr war ich bei einem Frauenkreis. Aber ihre Jahresausbildung hat bereits begonnen im November, da kann ich bestimmt nicht mehr rein.“ – „Egal, nimm mit ihr Kontakt auf, ihr werdet einen Weg finden.“ Also tat ich das noch am selben Abend, vibrierend von dem was passiert war. Sian antwortete mir auch direkt und schlug ein Treffen vor, wo ich ihr die gesamte Szene erzählte. Schon wenige Tage später einigten wir uns darauf eine Einzel-Jahresausbildung in geraffter Zeit zu planen, denn ich bin wieder schwanger und da geht ein ganzes Jahr etwas schlecht. Nun treffen wir uns zweimal im Monat und in ihrem „Schamanisches Basisjahr“ erfahre ich alles über Hintergründe, einige Techniken, viele Lieder und Rituale und wir werden schamanisch Reisen. Es wird noch weitergehen, tiefer aber erst wenn mein kleines neues Wesen etwas älter ist und ich mich darauf einlassen kann.

Seit dem Frauenkreis im November und auch dem Frauenkreis im Februar ist so viel geschehen, viel Umbruch, Aufbruch. Ich träume intensive, eindeutige, weissagende, weisheitstragende Träume. Bunte und realistische Träume hab ich bereits mein Leben lang aber etwas Derartiges ist mir noch nie passiert.
Es ist, als ob ich oder die Seelen/Spirits eine Tür geöffnet hab/en, die nicht verschlossen war. Ich hab hadernd davor gestanden und mich gleichzeitig von meiner Vergangenheit und der Angst vor der ungewissen Zukunft zurückhalten oder eher am Boden unbeweglich fesseln lassen, damit ich nicht durchgehen kann/muss. Obwohl ich schon so oft in meinem Leben ins Ungewisse gesprungen bin, fiel mir dieser Schritt mit einem Kind und meinem Mann und unsere Selbständigkeit im Kopf schwer, da ich annahm, ich müsste alles aufgeben um meine Kräfte zu erkunden und diese auszuleben. Dass sie sich der Weg dahin und die Kräfte an sich wunderbar integrieren lassen, darauf bin ich nicht gekommen.

Wir arbeiten ja mit Walk on the Wildside hauptsächlich auf der Basis der Wildnispädagogik und diese Schamanische Ausbildung knüpft dort wunderbar an. Die Lieder, die Medizinräder und vieles mehr sind mir bereits vertraut und gar nicht so neu, wie ich dachte. Aber vor allem bin ich so unendlich dankbar Sian und ihre Sicht der Dinge kennenzulernen. Wir sind sicherlich Schwestern im Geiste und stimmen in vielen Werten und Ansichten überein. Ich bin so froh von ihr lernen zu dürfen auch vor allem in diesem intimen und intensiven Rahmen. Es scheint genau die richtige Zeit zu sein für diese Ausbildung und gleichzeitig der Neubeginn, der Neuanfang des Schreibens, des Kreativseins und des Lebens. Der Frühling ist zurück und ich spüre es in jeder Faser meines Körpers und Geistes, dass er offen ist und empfänglich, für das was zu mir kommen soll.

Ich werde euch hier an meinen Gedanken und Erfahrungen teilhaben lassen und freue mich über eure Meinung und gern auch eure Erfahrungen und Geschichten des Erinnerns, Erwachens oder Neubeginns.

In Liebe und Freiheit
Lydia

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